Erotik per Mausklick

29 Jun, 2012

Sicher, wenn man Erotik sucht, wird man schnell fündig. Ob man im Internet diverse Schlagwörter bei Suchmaschinen eingibt oder man einfach den Fernseher einschaltet – man wird an Erotik quasi zugebombt. Vor einigen Jahrzehnten wurden die Teenager rot im Gesicht wenn im Fernsehen eine Frau lediglich in Unterwäsche gezeigt wurde. Und heute? Da bekommt man tagsüber in “Unterhaltungssendungen” direkt die neuen Silikonbrüste der dreifachen Mutter Mandy aus Magdeburg präsentiert – am besten noch live vom Op-Tisch. Klingt zwar sehr klischeehaft – aber leider ist das auch die brutale Wahrheit.

Und die Kids heutzutage alleine vor dem Rechner sitzen lassen? Auch da wird ihnen jegliches Gefühl von echter Erotik genommen. Denn was dort in diversen Werbefenstern angezeigt wird, kennt ein jeder von uns und muss deshalb nicht aufgeführt werden. Aber Erotik ist das ganz sicher nicht..

Aber auch die Erwachsenen unter uns haben es in der heutigen Welt nicht einfach. Zu schnell driftet alles ins pornographische ab. Die Frage nach der Erotik bleibt offen. Also wo bekommt man wirklich noch Erotik geboten? Ganz klar in einem Erotikshop! Kein Witz, denn deas frühere schlechte Image haben diese Shops bereits seit einiger Zeit abgelegt. Früher waren es dunkle, kleine Räume mit zwielichtigen Personen hinter der Theke. Heute ist das allerdings komplett anders, denn die Verkaufräume sind hell, offen und das Personal freundlich und fachkundig. Da wird einem echt geholfen! Und dass es in einem Erotikshop um mehr als Sexspielzeug geht, weiß jeder, der sich schon mal näher mit dem Thema auseinandergesetzt hat.  Erotikshops sind inzwischen also zeitgemäß – es ist garantiert keine Sünde mehr einen Erotik Shop aufzusuchen – ob in der realen Welt oder halt online.

Um sich vom Rotlicht-Image zu distanzieren, wird vermehrt auf helle und freundliche Fachmarkt-Atmosphäre geachtet und auf Videokabinen verzichtet. Es gab auch Initiativen, Sexshops nur für Frauen einzurichten. Daneben gibt es Erotikshops als Fachgeschäfte für Kondome, die sich aber deutlich vom Erscheinungsbild traditioneller Sexshops abheben. Hier finden sich oft erotische und andere Scherz- und Geschenkartikel, aber keine pornografischen Artikel. Im Bereich Fetisch und BDSM gibt es spezialisierte Fachgeschäfte, die neben spezieller Lektüre (entsprechende Zeitschriften, Bücher, Spezialkataloge, Filme usw.) auch besondere Kleidungsstücke, Gerätschaften oder SM-Möbel anbieten. Entsprechende Artikel lassen sich auch über Erotikshops im Internet beziehen. Dadurch wird eine gewisse Anonymität vermittelt und eine direkte „Konfrontation“ mit Verkaufspersonal findet nicht statt.

Den ersten Sexshop der Welt eröffnete übrigens Beate Uhse 1962 in Flensburg unter der Bezeichnung „Fachgeschäft für Ehehygiene”. Diese verhüllende Bezeichnung ist zuweilen noch heute anzutreffen.

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