Mayday in Dortmund

11 Nov, 2012

Mayday in Dortmund

Jeder der auf elektronische Tanzmusik steht, wird an dieser Veranstaltung auf keinen Fall vorbeikommen. Jedes Jahr erreicht die Mayday mehrere Tausend Besucher und lockt diese in die Westfalenhallen Dortmund um dort vom frühen Abend bis in die Morgenstunden zu feiern. Die Mayday findet inzwischen einmal pro Jahr statt und beweist ca. 20.000 bis 25.000 Besuchern, dass sie nicht umsonst als der größte und bekannte Indoor-Rave in Deutschland gilt.

Blicken wir ein wenig zurück und finden heraus wie die Mayday nach Dortmund kam. Die erste Mayday fand bekanntlich nicht in Dortmund, sondern in Berlin, genauer am 14. Dezember 1991, in der Halle Weißensee, statt. Zur damaligen Zeit stand der Radiosender UT64, aufgrund der Wiedervereinigung, vor der Absetzung. Marusha hatte damals eine wöchentliche Sendung auf diesem Radiosender und durch die erste Mayday wollte man diesen Radiosender unterstützen. Dadurch erklärt sich auch der Name „Mayday“, welcher ja als internationales Notrufsignal bekannt ist. Die Idee stammt von DJ Dick alias Fabian Lenz und seinem Bruder Westbam alias Maximilian Lenz, sowie der damaligen Zeitschrift „Frontpage“. Die unter dem Motto „Best of House & Techno ´91“ laufende Veranstaltung konnte, trotz des Erfolges, die Schließung des Radiosenders nicht beeinflussen und so wurde der Sender innerhalb von sechs Monaten geschlossen. Der Erfolg dieser ersten „Mayday“ gab den Veranstaltern Auftrieb und man beschloss die „Mayday“ erneut stattfinden zu lassen. Am 30. April 1992 traf man sich im Eisstadion in Köln und eröffnete „A new chapter of House & Techno“. Knapp 12.000 Besucher waren bei der ersten und letzten Kölner „Mayday“ zu Gast.

Wer genau aufgepasst hat, der hat bemerkt, dass die Mayday ursprünglich nicht am 30. April gestartet ist. In der Zeit von 1992 bis einschließlich 1996 wurde die Mayday zweimal jährlich durchgeführt, ehe das Datum fest auf den 30. April gelegt wurde. Erstmals fand die Mai-Mayday am 30. April 1993 in den Dortmunder Westfalenhallen statt. Die Winter-Mayday, standesgemäß in den kalten Monaten, zwischen Ende November und Mitte Dezember, blieb in Berlin, wurde zwischendurch einmal in Frankfurt durchgeführt und dann im Jahr 1997 eingestellt. Die Winter-Mayday 1994 war die einzige mehrtätige Veranstaltung in der langen Veranstaltungshistorie der Mayday. Unter dem Motto „The Raving Society“ feierten damals um die 34.000 Fans vom 25. bis 26. November in Berlin. Nachdem man sich dem Problem, für die Winter-Mayday, jedes Jahr eine neue Location finden zu müssen, nicht weiter hingeben wollte, wurde diese dann folglich eingestaubt und man konzentrierte sich fortan nur noch auf die Mai-Mayday in den Westfalenhallen Dortmund.

Im Jahr 2011 konnte man in Dortmund unter dem Motto „Twenty Young“ den zwanzigsten Geburtstag der Mayday feiern. Hierzu wurde der „Twenty Young Dome“ als fünfter Floor eröffnet, auf welchem dann standesgemäß nur Künstler aus den Gründerjahren auftraten. Auf aufwändige LED- und Bühnen-, sowie Soundtechnik wurde verzichtet um den nostalgischen Wert zu erhalten. Im selben Jahr brach man mit 27.000 Besuchern den bestehenden Besucherrekord aus dem Jahr 2001, als erstmals 25.000 Menschen den Weg zur Mayday in die Westfalenhallen fanden. Die bestbesuchte Veranstaltung bleibt allerdings die Winter-Mayday von 1994, diese ging allerdings über zwei Tage läuft somit außer Konkurrenz.

Hier nun eine Übersicht über alle Mayday-Veranstaltungen mit Datum, Motto und Ort:

14. Dezember 1991 – „Best of House & Techno ´91“ – Berlin
30. April 1992 – „A New Chapter of House and Techno“ – Köln
12. Dezember 1992 – „Forward Ever, Backward never“ – Berlin
30. April 1993 – „Judgement Day“ – Dortmund
11. Dezember 1993 – „The Religion“ – Berlin
30. April 1994 – „Rave Olympia“ – Dortmund
25.-26. November 1994 – „The Raving Society“ – Berlin
30. April 1995 – „Bells of Reformation“ – Dortmund
16. Dezember 1995 – „The Great Coalition“ – Frankfurt am Main
30. April 1996 – „X“ – Dortmund
14. Dezember 1996 – „Life on Mars“ – Berlin
30. April 1997 – „Sonic Empire“ – Dortmund
30. April 1998 – „Save the Robots“ – Dortmund
30. April 1999 – „Soundtropolis“ – Dortmund
30. April 2000 – „Datapop“ – Dortmund
30. April 2001 – „10 in 01“ – Dortmund
30. April 2002 – „Culture Flash“ – Dortmund
30. April 2003 – „Troopa of Tomorrow“ – Dortmund
30. April 2004 – „Team X-Treme“ – Dortmund
30. April 2005 – „Prototypes“ – Dortmund
30. April 2006 – „Worldclub“ – Dortmund
30. April 2007 – „New Euphoria“ – Dortmund
30. April 2008 – „Reflect Yourself“ – Dortmund
30. April 2009 – „Massice Moments“ – Dortmund
30. April 2010 – „You make my day“ – Dortmund
30. April 2011 – „Twenty Young“ – Dortmund
30. April 2012 – „Made in Germany“ – Dortmund
27. April 2013 – „Never stop Raving“ – Dortmund

http://www.mayday.de

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