MAD CLUB Dortmund eröffnet!

27 Aug, 2013

MAD CLUB Dortmund

Im September eröffnet der MAD CLUB seine Türen im Dortmunder Hoeschpark. Wie bereits vor einiger Zeit bekannt wurde, schließt das Royal Bambi zum Monatsende seine Pforten. Über vier Jahre hinweg pilgerten die Dortmunder Clubgänger über den Borsigplatz in den Hoeschpark um sich dort von elektronischer Musik berieseln zu lassen. Umso länger und trauriger waren die Gesichter als das Closing des Clubs bekannt wurde. Allen Leidensgenossen sei allerdings gesagt – die Location bleibt erhalten und eröffnet Ende September unter neuer Regie und neuem Namen neu.rbambi10Der Club wird unter dem Namen “MAD CLUB Dortmund” ab Ende September weiter bestehen.

Auch wenn die Verantwortlichen aktuell ziemlich viel um die Ohren haben, haben sie ein paar freie Minuten für uns gefunden und standen uns Rede und Antwort:

eD: Das Royal Bambi schließt nach vier Jahren seine Pforten. Der Clubstandort wurde ja davor bereits vom VRSTCK genutzt und wenn man so möchte, stellt ihr euch in eine Reihe mit Clubs die im Dortmunder Nachtleben in den vergangenen Jahren den Takt angegeben haben. Was werdet ihr übernehmen und versuchen zu nutzen?

Diese Nightlife-Tradition ist so eine so schöne wie aber auch anspruchsvolle. Doch wir werden sicherlich unter Beweis stellen, dass wir bestens in die Reihe der Taktgeber passen – im doppelten Sinne.

Übernehmen werden wir zum Teil die Musikrichtung. Es wird im Bereich House, Elektro und Techno weitergehen. Im oberen Bereich, welcher von uns als “Theater” getauft wurde, bekommen unsere Gäste die Musikrichtungen Indie, Nu Disco & Deep House zu hören. Im unteren Bereich kommen auch die Deep Fans sowie die Tech-House und Techno Fans auf ihre Kosten. Für Abwechslung wird aber gesorgt sein durch Sonder-Musik-Formaten, Kultur-Events oder Fremdveranstaltern. Es wird also nicht langweilig! Versuchen zu nutzen? Nun zunächst wollen wir etwas Neues aufbauen. Wir freuen uns sehr, wenn wir die Liebhaber des Bambis auch für uns gewinnen können. Jedoch wollen wir den Kundenstamm ausbauen und durch die oben genannte Vielfalt an Musikrichtungen auch eine Vielfalt an Menschen ansprechen. Nutzen werden wir auch die Lage/Räumlichkeiten. Die Möglichkeit auch Open-Airs zu veranstalten nehmen wir natürlich in Betracht und freuen uns darauf.

eD: Die Lage des MAD Club im Dortmunder Hoeschpark ist ja durchaus sehr speziell. Was werdet ihr den Leuten bieten, dass diese den Weg über den Borsigplatz hinaus auf sich nehmen?

Wie oben schon erwähnt, werden die Liebhaber der erwähnten Musikrichtungen im MAD Club Dortmund genau richtig sein. Mit dem Umbau der Tresen- und Lounge-Bereiche , dem beweglichen DJ-Pult im unteren Bereich und die Umgestaltung des ehemaligen Glitzerwaldes zu einem Theater mit DJ-Kanzel und einer kleinen Tribüne möchten wir etwas Unverwechselbares aufbauen. Wir denken, es ist ein Besuch wert! Zudem versuchen wir das Club-Feeling aufrechtzuerhalten.

Und was die geografische Lage angeht, muss man den Leute erklären, dass der Hoeschapark zur Innenstadt gehört, eine gute Verkehrsanbindung hat, man in 5min mit dem Taxi vom Hauptbahnhof aus da ist und es genügend kostenfreie Parkplätze mit einem eigenem Taxistand gibt.

eD: Ich gehe davon aus, dass die musikalische Anknüpfung an den Vorgänger gelingen wird. Gibt es bereits erste größere Bookings die ihr bestätigen dürft, könnt oder wollt?

Mit dem Opening-Weekend Ende September kann man schon mal einen kleinen Vorgeschmack bekommen (Kater Holzig, Desolat, Kling Klong, Kittball – alles angesagte Labels). Der Rest wird höchst spannend, interessant, hörenswert… – aber noch nicht verraten…

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eD: Wenn man den Sprung aus Soest ins Dortmunder Nachtleben wagt, wird man sicherlich die Clubszene gut im Blick haben. Was denkst Du über die Entwicklung in den letzten Jahren?

Die Szene hat sich noch stärker gespalten zwischen Großraum-Rudel-Tanz-Erlebnis mit gelegentlichen Top-DJs und szeneaffiner, kreativer, innovativer und individueller Szene. Zu letzterer gehören halt Läden wie das Bambi, wie zukünftig der Mad Club, aber auch Mitbewerber wie das Oma Doris, das Studio, der Bahnhof Ehrenfeld und ähnliche. Man muss die Leute über mehr als nur das Booking ansprechen, man muss Ideen umsetzen, muss dem Club ein Eigenleben einhauchen. Dortmund hat heute mit über 35 Clubs- und Diskotheken mehr denn je zu bieten – und das ist auch gut so!

eD: Als vor vier Jahren die letzten Scheiben auf dem Thiergelände gespielt wurden, sprach man in Dortmund ja offen über einen extremen Einschnitt in die Dortmunder Clubkultur und das “Diskothekensterben”. Ich drücke natürlich allen kreativen Köpfen die drei vorhandenen Daumen das Dortmunder Nachtleben zu prägen und positiv zu beeinflussen, aber was genau wird euch von denen unterscheiden die bisher auf der Strecke geblieben sind?

Zunächst einmal sind wir uns im Klaren darüber, dass es nicht einfach ist ein Club dauerhaft am Leben zu erhalten. Ich denke, die Erfahrungen, die wir mittlerweile sammeln konnten, werden uns dabei helfen, das Dortmunder Nachtleben positiv zu beeinflussen. Bereits entwickelte Beziehungen zu DJs und Getränkelieferanten eröffnen uns einen guten Weg dafür. Zudem sind wir sicher, dass es eine Menge Leute gibt, die gerne in einem solchen Club feiern gehen – nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Club Feeling pur;) Wir möchten uns nämlich nicht mit Großraumdiskotheken messen.

Und heute noch dem Thier-Areal nachzutrauern ist wenig produktiv. Schöne Zeiten waren, schönere Zeiten kommen – man muss sich mit der Zukunft messen, nicht mit der Vergangenheit!

eD: Ich könnte jetzt an dieser Stelle den “HIER KÖNNTE IHRE WERBUNG STEHEN”-Banner hochhalten, allerdings möchte ich Dir lieber Raum lassen um den Lesern noch eine persönliche Botschaft mit auf den Weg in den Hoeschpark zu geben.

Das lässt sich kurz und knapp beantworten: Wir möchten einen Club/Ort schaffen, in dem die Gäste die Musik fühlen. Für die passende Atmosphäre wird gesorgt. Da möchten wir noch nicht zu viel verraten. Kleine “Verrücktheiten” (zum Beispiel im Theater) unterstreichen unseren Namen “Mad”. Zumal hier wie beim Bambi eine „Nightlife-Familie“ vorhanden ist, ausgebaut wird. Das Gesamterlebnis der Nightlife-Kultur in all ihren Facetten ist uns extrem wichtig: Musik, Szene, Kultur, DJs, Location, die Gäste… und ganz viel kreativer, schräger und verrückter Stuff!

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